Stammbaum & Geschichte 2017-10-19T11:00:57+00:00

STAMMBAUM

Choy Lay Fut (sprich: Tschoy Lei Fat) zählt zu den traditionellen Kung Fu Stilen und hat seinen Ursprung im Shaolin (Siu Lam) Tempel. In seiner langen Entwicklungsgeschichte wurden viele Elemente des traditionellen Kung Fu integriert: Kraftvolle Stände und schnelle Fußtechniken, viele Handtechniken wie z.B. die Tierformen – Drache, Tiger, Kranich, Leopard und Schlange, sowie Formen mit klassischen Waffen (Stock, Säbel, Speer, Schwert, Hellebarde, Gliederpeitsche, Fächer…)

Grossmeister Lee Koon Hung (1942 – 1996)

leeGroßmeister Lee Koon-Hung war der Begründer der Lee Koon-Hung Choy Lay Fut Kung Fu Association und war weltweit einer der führenden Meister im Choy Lay Fut Kung Fu.

Er eröffnete 1968 seine erste Schule in Hong Kong. In den 35 Jahren, die er unterrichtete, bildete er viele tausend Schüler aus, die heute weltweit in den verschiedenen Kontinenten unterrichten.Er begann sein Training im Alter von 12 Jahren und wurde von fünf verschiedenen Choy Lay Fut Meistern unterrichtet. Später nahm ihn der berühmte Meister Shek Kin (bekannt aus dem Bruce Lee Film “Enter the Dragon”) als einzigen Schüler an. Viele Schüler von Großmeister Lee Koon-Hung waren in Asien bekannte Full Contact Champions, die nun heute selbst unterrichten und seinen Stil verbreiten. Nebenbei übernahm er die Kampfchoreographie bei mehreren Kung Fu Filmen, unterrichtete die Schauspieler und war auch selbst Darsteller in einigen Filmen.

Die meisten Formen und Techniken, die in der Wu Xing Arts Kung Fu Schule Freiburg unterrichtet werden gehen auf Großmeister Lee Koon-Hung zurück.

Si Gung Michael Punschke

daisifuSi Gung Michael Punschke gründete die Fong’s Kung Fu School in München und ist Chief-Instructor der Fong’s Kung Fu Schulen in Deuschland. Er lernte Choy Lay Fut von Großmeister Lee Koon-Hung in Hong Kong. Seit dessen Tod vertieft er sein Choy Lay Fut – Studium bei Großmeister Doc-Fai Wong (USA).

Frank Czymai führte 2002 bis 2010 unter seiner Aufsicht eine seiner Filialen (Fongs Kung Fu Freiburg).

Sifu Karsten Fiedler

Karsten FiedlerSifu Karsten Fiedler erlernte zunächst 5 Jahre Hung Gar Kung-Fu, folgte dann seinem Sifu Michael Punschke zum Choy Lay Fut Kung-Fu. Er erhielt 1994 die Lehrerlaubnis und wurde im Jahr 2000 zum Sifu ernannt. Seit jenem Jahr führte er eine Schule für Choy Lay Fut Kung-Fu und Taiji Quan in Celle bei Hannover.

Bei Ihm fing Frank Czymai an die Kanpfkunst des Choy Lay Fut zu erlernen. Sifu Karsten war Ihm immer nicht nur sein Kung Fu Meister sondern auch ein guter Freund und Ratgeber.Er ermutigte Frank Czymai eine Kung Fu Schule, nach seinem Umzug nach Freiburg, zu eröffnen und unterstützte Ihn mit Rat und Tat dabei. Sifu Fiedler war ausgebildeter Sozialpädagoge mit umfangreicher Berufserfahrung und gab regelmäßig an Grundschulen Präventions-Seminare für Kinder gegen Gewalt durch Selbstbehauptung.

Karsten Fiedler verstarb am 22.3.2013.
Er wird uns immer in guter Erinnerung bleiben und sein Wissen welches er uns vermittelte, wird uns stets Wegweiser sein.

Sifu Frank Czymai

Die Wu Xing Arts Kung Fu Schule wurde im Jahr 2010 in Freiburg gegründet. Sie entstand aus einer freien Trainingsgruppe die seit 1998 existiert. Sie war als offizielles Mitglied der Fong’s Kung Fu Schulen seit 2002 aktiv und bennante sich nach ihrer Neugründung in Wu Xing Arts Kung Fu Schule um.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt das Choy Lay Fut Kung Fu authentisch und mit all seinen Feinheiten und Details zu vermitteln. Der ständige Austausch mit anderen Choy Lay Fut Lehrern aus Deutschland  und China gewährleistet dies.

Geschichte

Geschichte des Choy Lay Fut

Wie die meisten traditionellen Kung Fu Stile hat das Choy Lay Fut Kung Fu seine Wurzeln im Shaolin (Siu Lam) Tempel. Der Stil selber wurde von Chang Heung-Gung gegründet und von Generation zu Generation weitergegeben. Dabei entstanden verschiedenen Zweige des Choy Lay Fut, die man als unterschiedlich Interpretationen der ursprünglichen Techniken verstehen kann.

Die Shaolin (Siu Lum) Tempel waren vor Jahrhunderten Chinas Zentrum des Buddhismus, in denen Kung Fu gelernt wurde. Vor ca. 200 Jahren, zur Zeit der Ching Dynastie, bestand die damalige Regierung aus Mongolen und Chinesen. Die Siu Lum Tempel waren zu dieser Zeit sehr reich und zudem Stützpunkt der Revolutionäre gegen die herrschenden Manchus.

Der Geburtsort des Choy Lay Fut ist in dem Fatsan Bezirk der Provinz GwongZhau (Kanton), China. Chan Heung-Gung war ein Lehrer der Kampfkunst und unterrichtete den Chan Klan in dem Dorf King Mui des San Wui Bezirks. Eines Tages kam ein junger begeisteter Kampfkünstler mit dem Namen Jeung Yim zu ihm. Jeung Yim brauchte eine vorläufige Unterkunft und Chan Heung nahm ihn auf. Es wird erzählt, dass Chan Heung ihm insgeheim die Techniken vom Choy und Lay Gar Kung Fu vermittelte. Die strengen traditionellen Klanregeln aber verboten es aussenstehende Personen zu unterrichten. Als die Dorfältesten das Geheimnis Jahre später lüfteten, musste Chan Heung seinen Schüler Jeung Yim wegschicken. Er gab Jeung Yim ein Empfehlungsschreiben mit, das er einem Mönch mit dem Namen Ching Cho (Grüner Gras Mönch) auf dem Berg Bak Pai geben sollte. Der Mönch akzeptierte Jeung Yim als seinen Schüler. Jeung Yim meisterte nicht nur die Shaolin Handflächen Techniken, sondern bekam von dem Mönch auch das Wissen der Kräutermedizin vermittelt. Bevor er den Mönch wieder verließ, erhielt er einen Decknamen. Er wurde seitdem als Jeung Hung-Sing bekannt – was bedeutete dass die “Hung” Moon (Hung Moon – eine Triadenorganisation zu dieser Zeit) gegen die Ching Regierung siegen würde. Sieg bedeutet “Sing”. Bei seiner Rückkehr in das Dorf schüchterte Jeung Hung-Sing die Dorfbewohner mit seinen Fähigkeiten ein und wurde von Chan Heung warmherzig empfangen. Jeung Hung-Sing bedankte sich bei seinem Lehrer.

Die Gründung der Fatsan Hung Sing Schule

Der Name Jeung Hung-Sing wurde gleichbedeutend mit dem Choy Lay Fut Kung Fu. Die erste Hung Sing Schule wurde 1839 von Jeung Hung-Sing in Futsan, GwongZhau Provinz, gegründet. Unter seinen Schülern waren Chan Ngau-Sing, Lei Yan, Tam Lap, Lui Chan und viele andere.

Als diese Kampfkunst große Anerkennung erlangte, gab es bald mehr als zwölf Hung Sing Schulen in dem Fatsan Bezirk. Die Popularität dieser Kampfkunst weitete sich bald auf andere Bezirke und Städte aus. Viele Kampfkünstler von anderen Schule kamen um Jeung Hung-Sing zum Kampf herauszufordern. Sie wurden alle besiegt. Einige wurden seine Schüler; andere gingen mit blauen Flecken und verletztem Ego nach Hause.

Der Tod von Jeung Hung-Sing

Die Popularität des Choy Lay Fut verfinsterte die Namen der vielen anderen Kampfkunstschulen in GuangDung (Kanton). Dies verursachte viel Missmut bei den Kampfkünstlern der anderen Schulen, da es ihren Lebensstandard beeinträchtigte.
Eines Tages wurde Jeung Hung-Sing von einer Gruppe bewaffneter Männer überfallen, als er am Pier ein Schiff betreten wollte. Er erkannte einige Kampfkünstler, die er vorher besiegt hatte. Ein wilder Kampf begann und Jeung benutzte seinen Regenschirm als Waffe. Drei Angreifer starben und einige wurden verwundet, der Rest flüchtete. Jeung Hung-Sing wurde auch schwer verletzt und erreichte noch die Futsan Hung Sing Schule. Kurz darauf starb er an seinen Verletzungen.

Die Verbreitung des Choy Lay Fut

Chan Ngau-Sing und der Rest von Jeungs Schülern randalierten in Fatsan, auf der Suche nach den Mördern. Jene, die dafür verantwortlich waren, versteckten sich in ihrer Verzweiflung,die anderen suchten Schutz bei der Manchu Regierung. Daraufhin vermuteten die Manchus, dass die Fatsan Hung Sing Schule eine Zufluchtsstätte für Gegner der Regierung sei. Das führte zu einer Reduzierung von Choy Lay Fut Schülern und der Schließung der Fatsan Hung Sing Schule.
Jeungs Schüler zerstreuten sich und verbreiteten erfolgreich das Choy Lay Fut Kung Fu in China und Südostasien. Heutzutage ist das Choy Lay Fut Kung Fu einer der erfolgreichsten Kung Fu Stile in Südost Asien, Nord- und Südamerika und Europa.

Die letzten Lebensjahre Chan Heungs

Chan Heung mußte viele Herausforderungen in seinem Leben annehmen, wurde aber nie besiegt. Er half bei dem Aufbau der Armee, die an dem Opium Krieg gegen die Briten (1841/1842) teilnahm. Er half den Rebellen der Anti-Manchu “Tai Ping” Untergrundbewegung. Als sie aber besiegt wurden, musste Chan Heung wegen einer Anklage der korrupten Regierung ins Exil gehen. Er lebte in Singapur, Malaysia und Hong Kong und war einer der ersten Kung Fu Meister, die in die U.S.A. kamen. Das war 1869.
Im Jahr 1873 entschloss sich Chan Heung, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Als Chan Heung in Lau Fu ankam, hoffte er, noch seinen Meister Choy Fook anzutreffen, der aber schon verstorben war. Er entschloss sich, alle seine Erfahrungen und sein Wissen zu sammeln und schrieb ein Buch über das Choy Lay Fut Kung Fu.
Chan Heung verließ diese Welt am 20 August, 1875 Sein Grabstein steht in King Mui und viele Choy Lay Fut Schüler aus der ganzen Welt kommen um sein Grab zu besuchen und ihm, dem Vater des Choy Lay Fut Kung Fu Respekt zu erweisen.